Curious and Catcat

Pages

19. Januar 2018

Ein Holzrahmen für's Kinderbett | DIY

Ich bekomme auf Instagram immer wieder Fragen über Ellinors Kinderbett gestellt. Vor allem, ob wir den Holzrahmen selbst gebaut haben (Ja!), und wie. Deshalb möchte ich euch heute erzählen, wie es dazu kam, dass das Kind auf dem Boden schläft seit sie 9 Monate alt ist, warum wir nie ein Gitterbett hatten, und wie wir diesen Bettrahmen denn nun gebaut haben!

Die ersten Monate ihres Lebens schlief das Kind in einem geräumigen Beistellbett (120x60cm) mit direktem Zugang zur Milchbar. Mit 9 Monaten dann, als sie anfing zu krabbeln, war diese Lösung einfach nicht mehr sicher genug, da sie auch allein im Beistellbett schlief, aber noch nicht raushatte, wie man sicher vom Elternbett herunterkam. 

Wir hätten das Beistellbett in ein Gitterbett umbauen können (es ist ein 3 in 1 Bett), aber es widerstrebte uns, unser Baby in irgendeiner Form einzusperren. Das wäre doch auch eine echt fiese Reaktion darauf gewesen, dass sie sich endlich vom Fleck bewegen konnte. Wo sie doch so lange daran gearbeitet hatte. Stattdessen wollten wir ihr gerne ermöglichen, ihre neuen Fähigkeiten einzusetzen und selbst in ihr Bett hinein und auch wieder hinaus zu krabbeln. Nur sicher, sollte es sein. Wir probierten also kurzerhand aus, die Matratze des Beistellbettes auf den Boden neben unser Bett zu legen - und es klappte wunderbar! Die Male, die sie im Schlaf von der Matratze gerollt ist, kann man von einer Hand abzählen. Es kam vor, aber dazu hatten wir immer einen Teppich und eine weiche Decke vor der Matratze zu liegen. An die Wandseite legten wir eine Bettrolle, um den Kopf zu schützen.

Unser Schwedenurlaub stand an, als sie 9 Monate alt war, mit verschiedenen Stationen unterwegs, um die Familie zu besuchen. Die Matratze einzupacken, auf der sie immer schlief, war die einfachste und idealste Lösung für den Urlaub, die wir uns hätten einfallen lassen können. Vor allem, da ich mich vorher schon immer gegen ein Reisebett gesträubt hatte (So viel Geld. So viel Plastik. So viel Zeug, das dann im Keller rumsteht.). Aber so war es perfekt.
Als wir wieder zuhause waren, waren wir uns einig, dass die Bodenmatratze bleiben musste. Wir tauschten sie allerdings aus gegen die dickere und größere Matratze (140x70cm), die vorher als Babyablageort im Wohnzimmer gedient hatte. Damit das Ganze weniger wie eine Matratze auf dem Boden und mehr wie ein Bett aussah, bekam die Matratze einen Rahmen aus Holz.

Bauanleitung


Der Bettrahmen ist aus 18mm dickem Fichtenleimholzplatten, die wir im Baumarkt zuschneiden lassen haben. Bodenplatte und Ränder. Die Bodenplatte misst 140x70cm, also genau so groß, wie die Matratze. Die Ränder sind so berechnet, dass sie ein ganz klein wenig höher sind als die  Matratzenhöhe plus die 18mm der Bodenplatte. Bei uns sind das 10cm.

Für den Ausstieg haben wir uns eine Schablone für die Rundung gebastelt, auf ein Seitenbrett übertragen und mit einer Stichsäge ausgesägt. Wir haben den Ausstieg an das Fußende gelegt, man kann ihn aber auch mittig machen. Der Ausstieg ist natürlich auch an beiden Seiten des Bettes möglich.

Danach haben wir das Bett zusammengeschraubt (mit goldfarbenen Schrauben!). Man sieht die Schrauben, aber sie fallen nicht negativ ins Auge. Wen die Schrauben stören, der kann diese natürlich auch versenken und die Löcher anschließend auffüllen. Eine gute Idee, wenn man vorhat, das Bett zu streichen!

Nach dem der Bettrahmen zusammengeschraubt ist: Gut schleifen. Und schleifen. Und schleifen. Bis alle Ecken und Kanten nicht mehr ganz so eckig und kantig sind. Jetzt kann man das Bett natürlich noch ölen oder lackieren. Wir haben unseres bisher unbehandelt gelassen, obwohl ich es vielleicht irgendwann noch mit Bienenwachsbalsam behandeln werde.

Wir lieben unser Bett auf dem Boden! Hier schläft sie, hier kuscheln wir, wickeln wir, schauen wir Bücher an. Hier sitzt sie, wenn sie sich anzieht oder es zumindest versucht. Ich finde es so schön, dass sie mich nicht rufen muss, wenn sie rein oder raus will. Sie kann es komplett selbständig und vielfältig nutzen. Es gehört ihr, nicht uns. Es ist für sie erdacht, nicht für uns. Und genau so ist es perfekt für sie, und für uns.



4. Januar 2018

Ein Rundgang durch Ellinors Kinderzimmer

Dieser Blogpost ist lange überfällig, denn die Bilder sind noch aus dem Herbst. Geändert hat sich aber seitdem nicht viel. Der Inhalt ihres Regals natürlich und ein paar andere Kleinigkeiten.
Das Zimmer war und ist ein echtes Herzensprojekt für mich gewesen. Luftig sollte es sein. Übersichtlich, einladend, ruhig und vor allem komplett zugänglich und nutzbar für mein Kleinkind. Ich denke, das ist uns gelungen. Es ist der schönste und der ordentlichste Raum in unserer Wohnung (Ja, der ordentlichste!). Aber jetzt: Hereinspaziert!
Wir haben die Wände des Zimmers halbhoch gestrichen. die linke Seite in einem hellen Grau-Grün, die rechte Seite blassrosa. Ich finde den Effekt ganz wundervoll und die gelbe Kommode (Hemnes) vor der rosa Wand ist einfach eine knaller Farbkombi!
Im untersten Schubfach der Kommode befindet sich das Stoffwindelzubehör. Dort kann das Kind selbstständig die "Zutaten" für ihre Windel herausholen oder nach der Wäsche wieder einsortieren. Auch an die mittlere Schublade kommt sie mittlerweile heran, wenn sie sich auf Zehenspitzen stellt. Dort befindet sich all ihre Kleidung, die gerade nicht zum Wetter passt oder aus einem anderen Grund nicht in ihrem Kleiderschrank liegt (mehr dazu gleich!). Im obersten Schubfach sind selten genutzte Dinge wie Decken, gerade ungenutzte Kleiderbügel und Jacken/Overalls, die gerade zu warm oder zu kalt sind und deshalb nicht an ihrer kleinen Garderobe im Flur hängen.
In ihren Holzregalen (Rast) stehen eine übersichtliche Zahl an Spielsachen, die regelmäßig ihren Interessen und Bedürfnissen entsprechend ausgetauscht werden. Ein Prinzip, das super funktioniert und nebenbei den Raum nie in Chaos versinken lässt. Durch die offenen Regale hat das Kind eine gute Übersicht über ihre Spielsachen und kann dadurch, dass dort alles seinen Platz hat, schon ganz selbstständig aufräumen. (Die Spielzeugauswahl sieht mittlerweile natürlich anders aus. Das Bild ist noch vom Herbst)
Neben der Zimmertür haben wir ein paar Bilderleisten auf Ellinors Höhe gehängt. Dort stehen die Vorlesebücher und eine kleine Vase mit frischen Blumen. Jetzt im Winter sind es auch mal Beerenzweige, aber das Kind liebt diese kleine Vase. Seit ihrer Geburt stehen (fast) immer frische Blumen in ihrem Zimmer und in ihrer Reichweite. Natürlich ist sie neugierig und fasst die Blumen an, schnuppert dran und zieht auch mal Blumen aus der Vase heraus. Aber das alles tut sie sehr bedacht und vorsichtig - kaputt gegangen ist noch nie etwas dabei.

An der anderen Seite der Tür, dort, wo die grau-grüne Wand beginnt, befindet sich Ellinors Kleiderschrank. Ich liebe ihn, weil er komplett für sie zugänglich, übersichtlich sortiert ist und ihr ermöglicht, sich morgens ihr Outfit selbst zusammenzustellen, wenn sie denn möchte. Für den Schrank haben wir ein Regal (Eket) an die Wand gehängt, gerade so hoch, dass Ellinor überall gut ankommt. Zwischen Wand und Schrank haben wir eine kleine Holzstange montiert. Dort hängen ihre Bodys. Die Boxen (Skubb) passen perfekt ins Regal hinein. Ich habe mit kleinen Bildchen gekennzeichnet, in welcher Box sich was befindet. Das hilft ihr den Überblick zu bewahren, und sie findet schnell, was sie sucht, auch wenn sie nicht in die oberen Boxen hineinsehen kann.
Es gibt je eine Box für Hosen, Pullover und Strickjacken, Socken, Strumpfhosen, und Schlafsachen. In den Kästen für Hosen und Pullover befinden sich jeweils etwa 5 Exemplare, die für das gerade herrschende Wetter geeignet sind. Ein paar Kleider liegen außerdem in der obersten Schublade der gelben Kommode. Wenn das Kind ein Kleid tragen will, kann sie das sehr gut deutlich machen, und dann hole ich sie dort heraus. Im Sommer werden die Kleider aber sicher auch in den Schrank ziehen.
Unter dem Kleiderschrank ist außerdem die Parkstation ihres Töpfchens.
Zwischen Kleiderschrank und Bett ist der Ort, wo sie auf dem Töpfchen sitzt. Dementsprechend befindet sich dort auch ihre Bücherkiste und ein kleines Körbchen mit Gegenständen zur Körperpflege (Bürste und Creme). Hier hängen auch zwei hübsche Bilderrahmen mit wechselnden Tiermotiven (aus diesem wundervollen Set). Die Rahmen sind wunderbar tief, sodass man z.B. die passenden Schleichtiere oder andere schöne Dinge in den Bilderrahmen stellen kann. 
Das Bett dient zur Zeit gleichzeitig als Wickelplatz. Auf der Matratze hat Ellinor als kleines Baby schon gelegen. Damals war es ihre "Babyecke" im Wohnzimmer, heute schläft sie darauf. Ihre Bettrolle von KraftKids polstert die Wände gut ab, wenn sie sich im Schlaf dreht. Den Bettrahmen haben wir selbstgebaut. Wie, erzähle ich euch gerne mal in einem extra Beitrag, wenn ihr mögt.
Das war die kleine Rundreise durch Ellinors Zimmer. Ich hoffe, es hat euch gefallen! Ich jedenfalls liebe ihr Zimmer! Nicht nur, weil es einfach schön und gemütlich geworden ist, sondern auch, weil es für das Kind perfekt ist. Wir haben es ganz und gar mit ihren Bedürfnissen im Kopf gestaltet und ich liebe, dass alles offen und zugänglich für sie ist, und ihr so viel Selbstständigkeit ermöglicht, dass alles seinen Platz hat und es leicht ist, Ordnung zu halten. Ich weiß, dass sich das Zimmer immer wieder verändern und Ellinors Bedürfnissen anpassen wird. Aber für jetzt ist es genau so, wie es ist, perfekt.



22. August 2017

Lieblingsbücher | Ellinor, 10 Monate

Ich sehe die Sache mit dem (Vor-)Lesen bei Ellinor total entspannt. Ich versuche nicht, ihr Bücherliebe "anzutrainieren". Ich habe keinen zurechtgelegten Plan. Ich finde es wichtig, dass ihr immer Bücher zur Verfügung stehen, die ihren Interessen, Bedürfnissen und ihrem Alter entsprechen und stets frei zugänglich und übersichtlich präsentiert sind. Bei uns stehen die Bücher (unter anderem) mit dem Cover nach vorne auf einem niedrigen Regal, an dem sich Ellinor selbstständig Bücher auswählen kann - Was, wann, und so oft sie möchte. Weitere Bücher stehen in einem kleinen Korb bereit.

Ihre Liebe zu Büchern wird sie ganz allein entdecken, oder eben nicht. Damit kann ich leben.

Und nein, wir haben ihr nicht seit der Geburt täglich vorgelesen (und nein, ich denke nicht, dass sie das nachträglich geprägt hat). Ab und zu, als sie noch winzig war, weil es sie manchmal beruhigte, einer vertrauten Stimme zuzuhören. Für eine Weile war Vorlesen lassen und anschauen für sie völlig uninteressant, aber Umblättern war der Hit. Also wurde geblättert.
Jetzt mit 10 Monaten liebt sie Bücher mit realistischen Bildern und zeigt gerne auf Sachen, die sie wiedererkennt. Außerdem liebt sie alles in Reimform Geschriebene. Ich bin immer wieder ganz fasziniert, wie aufmerksam sie zuhört, wenn ich aus diesen Büchern vorlese, und wie sie sich immer an denselben Stellen freut und lacht. Und wie ihre Augen anfangen zu leuchten, wenn man einfach so ein paar Verse aufsagt, die sie wiedererkennt. Wir haben eine ganze Reihe von Büchern zu Hause, denn ich bin immer auf der Suche nach schönen, durchdachten und liebevoll gestalteten Büchern für Kinder. Ihre Favoriten daraus werden täglich mindestens einmal hervorgeholt und angesehen oder vorgelesen:

1. Das Apfelwunder von Hans-Christian Schmidt und Andreas Nemet

Das Buch ist der absolute Hit bei Ellinor und auch für Erwachsene einfach bezaubernd gemacht. Es wird täglich gelesen und angeschaut, und dann mindestens 3 Mal hintereinander! Das Buch zeigt auf wenigen Seiten, wie ein Apfel entsteht, von der Knospe bis zur reifen Frucht. Dabei gibt es auf jeder Seite etwas zu entdecken, zum Beispiel dreht sich die Sonne, wenn man die erste Seite aufblättert, Blätter öffnen sich, oder man kann durch Schieben mit dem Finger den Apfel wachsen lassen, was Ellinor jetzt schon selbst macht. Dazu gibt es pro Seite kurze gereimte Texte. Das Buch ist ab 24 Monaten empfohlen, aber wenn man auf 2 Seiten aufpasst, dass die dreidimensionalen Objekte nicht abgerissen werden, fasziniert es schon deutlich jüngere Babys.


2. Mein Haus ist zu eng und zu klein von Axel Scheffler und Julia Donaldson

Weil ich mir für Ellinor ein Buch aus Pappe wünschte, das mehr Text zum Vorlesen (in Reimform!) hat, zog Oma Agathe bei uns ein. Eine Oma, die unzufrieden mit ihrem viel zu kleinen Haus ist, aber nachdem sie nach und nach alle ihre Tiere mit ins Haus geholt hat, die dort ordentlich Chaos anrichten, stellt sie fest, dass das Haus für sie allein doch völlig ausreichend ist. Ich liebe dieses Buch, weil es von vorne bis hinten liebevoll gemacht ist und ganz ohne fiktive Figuren oder sprechende Tiere etc. auskommt. Das Baby liebt es und, ganz wichtig, es macht auch den Erwachsenen immer wieder Spaß, das Buch vorzulesen!

3. Summer von Gerda Muller

Ein Pappbilderbuch ganz ohne Text, mit zauberhaft gemalten Bildern von Gerda Muller, die die Natur und typische Aktivitäten im Sommer zeigen, sodass selbst kleine Kinder schon Dinge finden, die sie wiedererkennen. Wir haben auch Spring, Fall und Winter von Gerda Muller, aber zur Zeit, weil Sommer ist, steht nur das Sommer-Buch auf ihrem Regal. Ellinor holt das Buch gerne hervor und betrachtet die Bilder darin ganz konzentriert, und zeigt auf Vögel, Pferde oder die Kinder, die dort dargestellt sind. Ein schönes Jahreszeitenbuch zum Anschauen, Erklären oder Geschichten erfinden und damit für jedes Alter geeignet.

5. Erstes Lernen mini Farben
Bis vor Kurzem zeigte Ellinor eine ausgeprägte Vorliebe für Blaues. Es musste immer der blaue Ball sein, das blaue Fläschchen, der blaue Strampler, die blauen Blumen. Auch wenn die Lieblingsfarbe jetzt nicht mehr so eindeutig zu erkennen ist, ihr Farbenbuch liebt sie sehr. Mir gefiel bei diesem Buch, dass die vielen dargestellten Gegenstände als echte Fotografien abgebildet sind und das Buch insgesamt einen übersichtlichen Eindruck macht. Pro Farbe gibt es eine Doppelseite mit einer Sammlung von Dingen in der jeweiligen Farbe und danach eine Doppelseite mit einem einzigen großen Motiv, wie einer gelben Zitronenscheibe in Nahaufnahme, oder einem grünen Chamäleon zwischen grünen Blättern, zum Beispiel. Ellinor schaut sich zur Zeit besonders gerne die Seiten in Rot und Gelb an und zeigt dort auf die Dinge, die sie kennt, wie die Banane, den Apfel, die Erdbeere, die Puppe oder den Stift.

4. Meine Familie

Zu ihrem ersten Weihnachtsfest riefen wir alle engsten Familienmitglieder auf, uns ein Foto von sich zu schicken und erstellten daraus mit Kleine Prints ein Babybuch. Auch Mama, Papa, ihr Lieblingskuscheltier und sie selbst haben einen Platz darin gefunden. Seitdem schaut sie sich die Gesichter ihrer Verwandtschaft immer wieder gerne an, zeigt auf manche oder lacht, wenn sie jemand besonders Beliebtes aufblättert. Das Familien-Fotobuch war eins ihrer ersten Bücher überhaupt und bis heute eine tolle Investition. Perfekt für alle, deren Familien so weit wegwohnen, dass man sie nicht alle paar Wochen besuchen kann.
Habt ihr auch Bücher, die ihr genauso sehr liebt, wie eure Kinder? Erzählt mal!




30. Juli 2017

Die Sache mit dem Regen.

Wir sind wieder da! Einen ganzen Monat waren wir unterwegs zwischen Familienfeiern, Heimatbesuchen, Freunden, Familie, Urlaub. Ach ja, und einer Woche spontanen Besichtigungen von potentiellen Hochzeitslocations.... Wir sind nämlich verlobt!!! Der Liebste hat in Schweden die Frage aller Fragen gestellt, und ich habe JA gesagt! Oder, um es mit seinen Worten zu formulieren: Er hat von dem Geld, dass er nicht hatte, einen überteuerten Ring gekauft, um mir eine Frage zu stellen, auf die er die Antwort schon wusste. Ja, wir sind echte Romantiker. Aber mehr dazu in einem anderen Post und zurück zum Urlaub.

Kennt ihr das auch? Da fahrt ihr in den Urlaub und statt Sommer, Sonne, Sonnenschein bekommt ihr Regen, Wolken, kalt, während Zuhause die nächste Hitzewelle ausgebrochen ist? Tja, mit dem Wetter war das ja echt so eine Sache auf unserer Reise. Wo wir auch hinfuhren - wir brachten Regen mit. Während in Schweden warme Pullover und Regenschirme zu unserer täglichen Ausrüstung gehörten, bekam der Liebste auf seinem Handy am laufenden Band Hitzewarnungen aus Deutschland.
Aber auch, wenn das jetzt nicht so klingt, fand ich das gar nicht schlimm. Ich bin nämlich gar kein Mensch für Hitze und pralle Sonne, und so hatten wir ganz nebenbei perfektes Wetter zum Babytragen. Dass Träger und Baby schmelzen war ja meine größte Sorge, als wir uns vor dem Urlaub dagegen entschieden den Buggy einzupacken. Mit Baby vor dem Bauch oder auf dem Rücken wurde durch die schönen schwedischen Wälder und Wiesen und Dörfer gewandert, und bei Regen wurden eben die Regenschirme aufgespannt oder der neue, gelbe Trage-Regenponcho aus dem Rucksack geholt.
Das Team von GoFuture with Love hat uns den Poncho gerade noch rechtzeitig vor unserer Abfahrt nach Schweden zugeschickt und ich bin froh, dass wir ihn hatten, weil es manchmal doch etwas umständlich ist, überallhin Regenschirme mitschleppen zu müssen. Beziehungsweise das zusätzliche Gewicht, denn Ellinor trägt gerne ihr eigenes Gepäck, vorzugsweise ihre Wasserflasche oder eben den Regenschirm (Den ließ sie mir letztens direkt auf den großen Zeh fallen. Aua.).
Ich bin ja ein großer Fan vom klassisch gelben Friesennerz. Logisch, dass es daher die gelbe Variante sein musste! Netter Nebeneffekt: Mit dem gelben Partyzelt wird man auch bei trübstem Regenwetter und Nebel nicht übersehen. Ha!
Letztens, als wir gerade in Plau am See bei meinen Eltern waren, und trotz Wetter-App und Regenradar von einem heftigen Platzregen überrascht wurden, da habe ich mir den Regenponcho sehnlichst herbeigewünscht. Der lag natürlich schön trocken zuhause, als wir frierend und klatschnass bis auf die Knochen, mit bitterlich weinendem Baby dort ankamen. Typisch. Aber wenn man ihn dann dabei hat, ist er ein echt praktisches Teil, der sich im Fall der Fälle ruck-zuck überwerfen lässt.

Der Poncho ist relativ kurz - er geht gerade so über den Po - deshalb wird man bei richtig heftigen Regengüssen wohl trotzdem ordentlich nasse Beine bekommen. Bei leichtem Regen und Nieselwetter reicht die Länge aber völlig aus, und so lässt er sich auch recht klein zusammenfalten und verstauen.
Apropos verstauen - ich hätte eine Tasche oder etwas Ähnliches dazu sehr praktisch gefunden um den Trageponcho so im Rucksack zu verstauen, dass er nicht ständig im Weg ist. Denn manchmal, wenn das Kind jetzt sofort einen Snack braucht oder du verzweifelt in den Untiefen deines Rucksacks nach einem Tuch suchst, weil das Kind sich schon wieder von oben bis unten mit Essen beschmiert hat, statt es zu essen... dann möchtest du dich nicht erst durch ein Meer von gelbem Stoff wühlen müssen. Aber man weiß sich ja zu helfen, und so wurde der Poncho kurzerhand mit einem Stoffband gebändigt.

Wenigstens einer.

Denn das Kind möchte seit einigen Wochen nur noch laufen. Und stehen. Das hat uns, als wir nach Wochenlanger Hitzewelle in Süddeutschland im nasskalten Schweden ankamen, erst einmal vor einige Herausforderungen gestellt. Barfuß laufen lassen ging da plötzlich nicht mehr. Und findet mal in den dünn besiedelten Wäldern von Smaland einen Laden für Babygummistiefel. Unsere Lösung: Vermeidung. Möglichst weit vom nassen Boden fernhalten. Ab in die Babytrage. Und wenn das Kind unununbedingt jetzt sofort die Katze streicheln belästigen musste, ließen wir es eben die Socken einsauen und wechselten diese anschließend. Das funktionierte ganz gut, ich bin jetzt aber trotzdem auf der Suche nach guten Gummistiefeln für Babys/Kleinkinder.
Vorzugsweise in friesennerzgelb, versteht sich.






Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...