Curious and Catcat

22. August 2017

Lieblingsbücher | Ellinor, 10 Monate

Ich sehe die Sache mit dem (Vor-)Lesen bei Ellinor total entspannt. Ich versuche nicht, ihr Bücherliebe "anzutrainieren". Ich habe keinen zurechtgelegten Plan. Ich finde es wichtig, dass ihr immer Bücher zur Verfügung stehen, die ihren Interessen, Bedürfnissen und ihrem Alter entsprechen und stets frei zugänglich und übersichtlich präsentiert sind. Bei uns stehen die Bücher (unter anderem) mit dem Cover nach vorne auf einem niedrigen Regal, an dem sich Ellinor selbstständig Bücher auswählen kann - Was, wann, und so oft sie möchte. Weitere Bücher stehen in einem kleinen Korb bereit.

Ihre Liebe zu Büchern wird sie ganz allein entdecken, oder eben nicht. Damit kann ich leben.

Und nein, wir haben ihr nicht seit der Geburt täglich vorgelesen (und nein, ich denke nicht, dass sie das nachträglich geprägt hat). Ab und zu, als sie noch winzig war, weil es sie manchmal beruhigte, einer vertrauten Stimme zuzuhören. Für eine Weile war Vorlesen lassen und anschauen für sie völlig uninteressant, aber Umblättern war der Hit. Also wurde geblättert.
Jetzt mit 10 Monaten liebt sie Bücher mit realistischen Bildern und zeigt gerne auf Sachen, die sie wiedererkennt. Außerdem liebt sie alles in Reimform Geschriebene. Ich bin immer wieder ganz fasziniert, wie aufmerksam sie zuhört, wenn ich aus diesen Büchern vorlese, und wie sie sich immer an denselben Stellen freut und lacht. Und wie ihre Augen anfangen zu leuchten, wenn man einfach so ein paar Verse aufsagt, die sie wiedererkennt. Wir haben eine ganze Reihe von Büchern zu Hause, denn ich bin immer auf der Suche nach schönen, durchdachten und liebevoll gestalteten Büchern für Kinder. Ihre Favoriten daraus werden täglich mindestens einmal hervorgeholt und angesehen oder vorgelesen:

1. Das Apfelwunder von Hans-Christian Schmidt und Andreas Nemet

Das Buch ist der absolute Hit bei Ellinor und auch für Erwachsene einfach bezaubernd gemacht. Es wird täglich gelesen und angeschaut, und dann mindestens 3 Mal hintereinander! Das Buch zeigt auf wenigen Seiten, wie ein Apfel entsteht, von der Knospe bis zur reifen Frucht. Dabei gibt es auf jeder Seite etwas zu entdecken, zum Beispiel dreht sich die Sonne, wenn man die erste Seite aufblättert, Blätter öffnen sich, oder man kann durch Schieben mit dem Finger den Apfel wachsen lassen, was Ellinor jetzt schon selbst macht. Dazu gibt es pro Seite kurze gereimte Texte. Das Buch ist ab 24 Monaten empfohlen, aber wenn man auf 2 Seiten aufpasst, dass die dreidimensionalen Objekte nicht abgerissen werden, fasziniert es schon deutlich jüngere Babys.


2. Mein Haus ist zu eng und zu klein von Axel Scheffler und Julia Donaldson

Weil ich mir für Ellinor ein Buch aus Pappe wünschte, das mehr Text zum Vorlesen (in Reimform!) hat, zog Oma Agathe bei uns ein. Eine Oma, die unzufrieden mit ihrem viel zu kleinen Haus ist, aber nachdem sie nach und nach alle ihre Tiere mit ins Haus geholt hat, die dort ordentlich Chaos anrichten, stellt sie fest, dass das Haus für sie allein doch völlig ausreichend ist. Ich liebe dieses Buch, weil es von vorne bis hinten liebevoll gemacht ist und ganz ohne fiktive Figuren oder sprechende Tiere etc. auskommt. Das Baby liebt es und, ganz wichtig, es macht auch den Erwachsenen immer wieder Spaß, das Buch vorzulesen!

3. Summer von Gerda Muller

Ein Pappbilderbuch ganz ohne Text, mit zauberhaft gemalten Bildern von Gerda Muller, die die Natur und typische Aktivitäten im Sommer zeigen, sodass selbst kleine Kinder schon Dinge finden, die sie wiedererkennen. Wir haben auch Spring, Fall und Winter von Gerda Muller, aber zur Zeit, weil Sommer ist, steht nur das Sommer-Buch auf ihrem Regal. Ellinor holt das Buch gerne hervor und betrachtet die Bilder darin ganz konzentriert, und zeigt auf Vögel, Pferde oder die Kinder, die dort dargestellt sind. Ein schönes Jahreszeitenbuch zum Anschauen, Erklären oder Geschichten erfinden und damit für jedes Alter geeignet.

5. Erstes Lernen mini Farben
Bis vor Kurzem zeigte Ellinor eine ausgeprägte Vorliebe für Blaues. Es musste immer der blaue Ball sein, das blaue Fläschchen, der blaue Strampler, die blauen Blumen. Auch wenn die Lieblingsfarbe jetzt nicht mehr so eindeutig zu erkennen ist, ihr Farbenbuch liebt sie sehr. Mir gefiel bei diesem Buch, dass die vielen dargestellten Gegenstände als echte Fotografien abgebildet sind und das Buch insgesamt einen übersichtlichen Eindruck macht. Pro Farbe gibt es eine Doppelseite mit einer Sammlung von Dingen in der jeweiligen Farbe und danach eine Doppelseite mit einem einzigen großen Motiv, wie einer gelben Zitronenscheibe in Nahaufnahme, oder einem grünen Chamäleon zwischen grünen Blättern, zum Beispiel. Ellinor schaut sich zur Zeit besonders gerne die Seiten in Rot und Gelb an und zeigt dort auf die Dinge, die sie kennt, wie die Banane, den Apfel, die Erdbeere, die Puppe oder den Stift.

4. Meine Familie

Zu ihrem ersten Weihnachtsfest riefen wir alle engsten Familienmitglieder auf, uns ein Foto von sich zu schicken und erstellten daraus mit Kleine Prints ein Babybuch. Auch Mama, Papa, ihr Lieblingskuscheltier und sie selbst haben einen Platz darin gefunden. Seitdem schaut sie sich die Gesichter ihrer Verwandtschaft immer wieder gerne an, zeigt auf manche oder lacht, wenn sie jemand besonders Beliebtes aufblättert. Das Familien-Fotobuch war eins ihrer ersten Bücher überhaupt und bis heute eine tolle Investition. Perfekt für alle, deren Familien so weit wegwohnen, dass man sie nicht alle paar Wochen besuchen kann.
Habt ihr auch Bücher, die ihr genauso sehr liebt, wie eure Kinder? Erzählt mal!




30. Juli 2017

Die Sache mit dem Regen.

Wir sind wieder da! Einen ganzen Monat waren wir unterwegs zwischen Familienfeiern, Heimatbesuchen, Freunden, Familie, Urlaub. Ach ja, und einer Woche spontanen Besichtigungen von potentiellen Hochzeitslocations.... Wir sind nämlich verlobt!!! Der Liebste hat in Schweden die Frage aller Fragen gestellt, und ich habe JA gesagt! Oder, um es mit seinen Worten zu formulieren: Er hat von dem Geld, dass er nicht hatte, einen überteuerten Ring gekauft, um mir eine Frage zu stellen, auf die er die Antwort schon wusste. Ja, wir sind echte Romantiker. Aber mehr dazu in einem anderen Post und zurück zum Urlaub.

Kennt ihr das auch? Da fahrt ihr in den Urlaub und statt Sommer, Sonne, Sonnenschein bekommt ihr Regen, Wolken, kalt, während Zuhause die nächste Hitzewelle ausgebrochen ist? Tja, mit dem Wetter war das ja echt so eine Sache auf unserer Reise. Wo wir auch hinfuhren - wir brachten Regen mit. Während in Schweden warme Pullover und Regenschirme zu unserer täglichen Ausrüstung gehörten, bekam der Liebste auf seinem Handy am laufenden Band Hitzewarnungen aus Deutschland.
Aber auch, wenn das jetzt nicht so klingt, fand ich das gar nicht schlimm. Ich bin nämlich gar kein Mensch für Hitze und pralle Sonne, und so hatten wir ganz nebenbei perfektes Wetter zum Babytragen. Dass Träger und Baby schmelzen war ja meine größte Sorge, als wir uns vor dem Urlaub dagegen entschieden den Buggy einzupacken. Mit Baby vor dem Bauch oder auf dem Rücken wurde durch die schönen schwedischen Wälder und Wiesen und Dörfer gewandert, und bei Regen wurden eben die Regenschirme aufgespannt oder der neue, gelbe Trage-Regenponcho aus dem Rucksack geholt.
Das Team von GoFuture with Love hat uns den Poncho gerade noch rechtzeitig vor unserer Abfahrt nach Schweden zugeschickt und ich bin froh, dass wir ihn hatten, weil es manchmal doch etwas umständlich ist, überallhin Regenschirme mitschleppen zu müssen. Beziehungsweise das zusätzliche Gewicht, denn Ellinor trägt gerne ihr eigenes Gepäck, vorzugsweise ihre Wasserflasche oder eben den Regenschirm (Den ließ sie mir letztens direkt auf den großen Zeh fallen. Aua.).
Ich bin ja ein großer Fan vom klassisch gelben Friesennerz. Logisch, dass es daher die gelbe Variante sein musste! Netter Nebeneffekt: Mit dem gelben Partyzelt wird man auch bei trübstem Regenwetter und Nebel nicht übersehen. Ha!
Letztens, als wir gerade in Plau am See bei meinen Eltern waren, und trotz Wetter-App und Regenradar von einem heftigen Platzregen überrascht wurden, da habe ich mir den Regenponcho sehnlichst herbeigewünscht. Der lag natürlich schön trocken zuhause, als wir frierend und klatschnass bis auf die Knochen, mit bitterlich weinendem Baby dort ankamen. Typisch. Aber wenn man ihn dann dabei hat, ist er ein echt praktisches Teil, der sich im Fall der Fälle ruck-zuck überwerfen lässt.

Der Poncho ist relativ kurz - er geht gerade so über den Po - deshalb wird man bei richtig heftigen Regengüssen wohl trotzdem ordentlich nasse Beine bekommen. Bei leichtem Regen und Nieselwetter reicht die Länge aber völlig aus, und so lässt er sich auch recht klein zusammenfalten und verstauen.
Apropos verstauen - ich hätte eine Tasche oder etwas Ähnliches dazu sehr praktisch gefunden um den Trageponcho so im Rucksack zu verstauen, dass er nicht ständig im Weg ist. Denn manchmal, wenn das Kind jetzt sofort einen Snack braucht oder du verzweifelt in den Untiefen deines Rucksacks nach einem Tuch suchst, weil das Kind sich schon wieder von oben bis unten mit Essen beschmiert hat, statt es zu essen... dann möchtest du dich nicht erst durch ein Meer von gelbem Stoff wühlen müssen. Aber man weiß sich ja zu helfen, und so wurde der Poncho kurzerhand mit einem Stoffband gebändigt.

Wenigstens einer.

Denn das Kind möchte seit einigen Wochen nur noch laufen. Und stehen. Das hat uns, als wir nach Wochenlanger Hitzewelle in Süddeutschland im nasskalten Schweden ankamen, erst einmal vor einige Herausforderungen gestellt. Barfuß laufen lassen ging da plötzlich nicht mehr. Und findet mal in den dünn besiedelten Wäldern von Smaland einen Laden für Babygummistiefel. Unsere Lösung: Vermeidung. Möglichst weit vom nassen Boden fernhalten. Ab in die Babytrage. Und wenn das Kind unununbedingt jetzt sofort die Katze streicheln belästigen musste, ließen wir es eben die Socken einsauen und wechselten diese anschließend. Das funktionierte ganz gut, ich bin jetzt aber trotzdem auf der Suche nach guten Gummistiefeln für Babys/Kleinkinder.
Vorzugsweise in friesennerzgelb, versteht sich.






12. Juni 2017

Mein Baby ist jetzt Schlüsselkind


Kennt ihr das auch? Seit E ganz klein ist, nur ein paar Monate alt, ist sie fasziniert von unseren Haustürschlüsseln. Ganz genau hat sie schon als kleines Baby vom Tragetuch aus beobachtet, wie wir die Türen zum Haus, Briefkasten und zur Wohnung auf- oder zuschlossen, und seit sie greifen kann, ist der Schlüsselbund das Objekt ihrer Begierde, sobald es in Sichtweite ist.

Und Babys stecken natürlich alles in den Mund. Das ist, was sie tun. Und der Schlüsselbund ist vermutlich nicht gerade der keimfreiste Gegenstand im Haus. Daher musste eine Alternative her. E bekam ihren eigenen Schlüssel.
Beim Baumarkt fand ich die zwei größeren silbernen Schlüssel (ähnlich hier), der kleine Schlüssel (ähnlich hier) lag aus irgendeinem Grund auf meinem Schreibtisch herum, ohne, dass jemand wusste, zu welchem Schloss er passte. Dazu ein paar Schlüsselringe, Holzkugeln, eine mintfarbenes Wildlederband (hier als Kunstleder-Variante), Acrylfarbe (zum Beispiel diese) und spielzeuggeeigneten Klarlack auf Wasserbasis.
Die Holzkugeln habe ich bemalt und anschließend mit Klarlack lackiert, auf das Lederband gezogen und mit Knoten voneinander getrennt. Danach habe ich den Schlüsselbund zusammengebastelt. Fertig!
Der Schlüsselbund ist hier der totale Hit beim Kind! Am ersten Tag hat sie das Teil kaum einmal aus der Hand gelegt. Die Holzkugeln lassen sich gut greifen (und in den Mund stecken!) und es klappert schön. An den "echten" Schlüsselbund kommt es aber doch nicht heran. Mag daran liegen, dass sie sehr wohl merkt, dass ihrer nie zum Türen öffnen genutzt wird. Mag aber auch an dem Einhorn-Anhänger liegen, der an meinem Schlüssel dran ist....



30. April 2017

6 Monate mit Ellinor!

Hallo! Ich melde mich wieder aus der Versenkung. Ich nenne es einfach mal "Baby-Pause". Wir haben die letzten 6 Monate (okay, fast 7), seit Ellinor auf der Welt ist, dafür genutzt, uns kennenzulernen, aufeinander einzugrooven, ins neue Leben einzufinden, und ganz ganz viel zu kuscheln. Museln, so nennen wir das hier.
Wenn ich jetzt anfange, ins Detail zu gehen, sitzen wir in 2 Wochen noch hier, deshalb fasse ich mich kurz: Das Leben mit einem Baby ist toll. Anstrengend, aber toll. Und vor allem lustig. Und eigentlich bisher genau so, wie schon die Schwangerschaft und die Geburt - Wunderschön und ganz entspannt. Ja, entspannt. Ehrlich!

Mit 6 (fast 7) Monaten liebt Ellinor Essen, Spaziergänge in der Babytrage, Sitzen, Sabberküsschen verteilen, Rasseln, wenn ihre Mama "Yesterday" von den Beatles singt und Erdbeeren. Ihre Lieblingsfarbe ist Blau. Auf dem Bauch liegen mag sie immer noch nicht, aber sie kann sich jetzt umdrehen und muss es so auch nicht mehr. Ihr Kichern ist das schönste Geräusch, dass es auf der Welt gibt...

Und, ja, die Leute haben Recht, wenn sie sagen, dass die Babys so schnell wachsen. Babys wachsen wahnsinnig schnell. Aber das ist ja nichts Schlechtes! (Die selben Leute fügen nämlich auch häufig gerne so etwas hinzu, wie: "Genießt die Zeit, in denen sie noch nicht mit euch diskutieren können." oder: "Bald fängt sie an zu krabbeln, dann ist es vorbei mit der Ruhe.") Ich habe die Zeit sehr genossen, in der Ellinor noch so klein und zart und so sehr von mir abhängig war, aber genauso genieße ich die Zeit jetzt, wo sie selbstständig sitzen kann, aus einem Trinkhalm trinkt und ihrem Spiegelbild Küsschen gibt. Und ich freue mich ebenso riesig auf das Krabbeln, Laufen und alles, was noch kommt. Denn dann geht der Spaß doch erst richtig los, oder?





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